Augenklinik Züriseh


31.10.2018

Im April 2018 hat die Klinik Züriseh AG ihren neuen Standort in Zürich Wollishofen eröffnet. Die Spezialklinik umfasst eine Augenklinik mit OP-Bereich und eine Augenpraxis – zwei Bereiche mit sehr divergierenden Anforderungen an das Hygienelevel. Um Synergien zu nutzen und dennoch beiden Hygieneanforderungen gerecht zu werden, wurde die Reinigungsspezialistin Wetrok mit einem individuellen Reinigungs- und Desinfektionskonzept beauftragt.

Behutsam streckt sie den linken Arm in den Einwegkittel, dann den rechten. Sie verschliesst zuerst das Bändchen hinter dem Hals, dann jenes um die Taille. Die langen Ärmel mit Gummizug laufen am Handgelenk zu einem engen Tunnel zusammen. Während sie in die frisch desinfizierten Synthetik-Schuhe schlüpft, zurrt sie die Haube auf dem Kopf zurecht. Erst jetzt betätigt sie die Türklinke zum angrenzenden OP-Bereich.

Ljubica Krizan ist Sterilisationsassistentin in der Augenklinik Züriseh. Sie unterstützt bei der Sterilisation und hat die Verantwortung für die Reinigung und Desinfektion. Versiert und sich stets an die gesetzlichen Vorschriften haltend, bewegt sie sich zwischen den verschiedenen Raumgruppen.

Kontaktlinsenanpassung und Laseroperation im selben Gebäude
Vergangenen April ist die Klinik von der Zürcher Innenstadt ans idyllische Zürichsee-Ufer gezogen. Der Name der Klinik könnte passender nicht sein – widerspiegelt er doch das Geschäftsfeld mit der Sehkraft wie auch den Standort optimal. Kunden besuchen die Klinik für Operationen des Grauen oder Grünen Stars, um sich Schlupflider straffen zu lassen oder für Schieloperationen. Die Sehklinik an der Seestrasse hat aber zusätzlich zur Augenklinik noch einen weiteren Bereich zu bieten: die Augenpraxis. Von der Sehschule bis hin zur Kontaktlinsenanpassung deckt sie das gesamte Spektrum der Augenheilkunde ab. Nur ein schmaler Flur trennt die beiden Bereiche. Tritt man über die Türschwelle des Klinikbereichs, befindet man sich mit einem Schritt in einem Bereich, der für seine Raumgruppen ein viel höheres Hygienelevel erfordert. Um diese Herausforderung in den Reinigungs- und Desinfektionsabläufen entsprechend zu berücksichtigen, hat die Klinikleitung Wetrok für die Erstellung eines individuellen Reinigungs- und Desinfektionskonzepts ins Boot geholt.

Rund 30% weniger Zeit und Kosten für die Reinigung
Ein individuelles Konzept für die Reinigung und Desinfektion bezieht alle Bereiche der Reinigung und Desinfektion mit ein und vereint diese zu einem effizienteren Ganzen (siehe Infografik unten „Fünf Schritte zum individuellen Konzept“) . Der Kunde liefert die Zielvorgabe für das Hygienelevel, Wetrok erarbeitet eine Lösung, wie der Kunde dieses erreichen kann. Konkret werden Raumgruppen, Reinigungsmethoden, Reinigungsfrequenzen und Reinigungsprodukte so aufeinander abgestimmt, dass sie zu mehr Effizienz und tieferem Ressourcenverbrauch führen. Die Erfahrungswerte von Wetrok: Durch das Konzept sparen Kunden langfristig 20-30% der Zeit und Kosten für die Reinigung und verbrauchen rund 70% weniger Wasser.

Wetrok bereits beim Umbau einbezogen
Da die Wetrok Reinigungsexperten bereits bei der Umbauplanung des neuen Standorts einbezogen wurden, konnten viele klassische Fehlplanungen bereits im Vorfeld vermieden werden. Beispielsweise wurde die optimale Stelle für das Anbringen der Desinfektionsspender evaluiert – und in Folge dessen, die Auswahl des Bodenbelags unter diesen Spendern definiert. Solche Entscheidungen erscheinen auf den ersten Blick sehr detailversessen, eine falsche Planung kann jedoch gravierende Auswirkungen auf künftige Reinigungs- und Desinfektionsabläufe haben. Bei der Erstellung des Konzepts (Ablauf siehe Infobox) war es für Reinigungsexperte Walter Utzinger von der Wetrok wichtig, die Ansprüche von Praxis und Klinik separiert zu betrachten: «Eine Augenpraxis muss in erster Linie einen subjektiv sauberen Eindruck vermitteln, während es in einer Augenklinik mit OP-Bereich um objektiv messbare Hygiene geht. Bei der Erstellung des Konzepts musste ich daher abwechselnd meine «Optik-Brille» bzw. meine «Hygiene-Brille» aufsetzen.» Da in der Sehklinik Reinigungsutensilien wie Wischgeräte, Reinigungswagen und Reinigungsmittel gemäss gesetzlicher Vorschrift doppelt – einmal für den OP-Bereich, einmal für den Praxisbereich – angeschafft werden mussten, war es hier natürlich umso mehr von Interesse, die zusätzlichen Kosten durch effizientere Abläufe wieder zu neutralisieren.

Jeder Raum ist anders
Die Diversität der Raumgruppen war ein nicht zu unterschätzendes Thema. Vom Eingangsbereich über den OP-Bereich bis hin zu den Sanitäranlagen mussten alle Raumarten in die Betrachtung einbezogen werden. Auch die Bodenarten und der Überstellungsgrad der Räume sind höchst unterschiedlich – vom kalkhaltigen Naturstein im Empfangsbereich über den Polyurethan-Boden im Operationssaal bis hin zu Feinsteinflächen im Sanitärbereich. Diese Gegebenheiten schlagen sich dann auch in den gewählten Reinigungsmethoden nieder: Während im Empfangsbereich ein Profi-Staubsauger zum Einsatz kommt, ist auf hygienesensitiven Flächen dasstaubbindende Wischen mit Einwegtüchern  die richtige Wahl.

Umsetzung des Konzepts durch Schulung verankern
Eine Reinigungskraft muss die Konsequenzen einer unzureichenden Reinigung kennen, um ihre Arbeit motiviert und gründlich auszuführen. Um ein Reinigungskonzept nachhaltig umzusetzen, ist daher eine sorgfältige Anwenderschulung unerlässlich. In der Augenklinik Züriseh musste jedoch eine zusätzliche Besonderheit berücksichtigt werden: Ljubica Krizan ist zwar für die Reinigung und deren Überwachung verantwortlich, die effektive Unterhaltsreinigung erfolgt jedoch grösstenteils durch eine externe Gebäudereinigungsunternehmung. Dadurch das die Mitarbeitenden des Dienstleisters bereits bei der Reinigungsschulung wie interne Mitarbeitende einbezogen wurden, stellte dies jedoch kein Hindernis für die Umsetzung des Konzepts dar. An der Schulung lernten die Mitarbeitenden beispielsweise, dass der Tankdeckel einer Scheuersaugmaschine nur während der aktiven Reinigung geschlossen sein sollte. Ruht die Maschine im Reinigungsraum, soll dieser leicht geöffnet sein, damit der Tank vollständig trocknen kann. Auch die neue Art der Dosierung musste erlernt werden und stiess aufgrund der neuen Einfachheit auf grossen Anklang: Eine einzige Pumpe deckt nun alle Dosierungsvariationen ab. Lediglich die Anzahl der Pumpstösse unterscheidet das Anwendungsgebiet. Ein weiterer Schulungsinhalt war die Ergonomie: Die Wetrok Experten zeigten den Reinigungsmitarbeitenden, wie sie Belastungen für Rücken und Schultern minimieren und teilweise sogar vermeiden können, und wie sich der Teleskopstiel für das Wischgerät optimal auf ihre jeweilige Körpergrösse einstellen lässt.

Grosser Effizienzgewinn durch zeitsparende Reinigungsmethoden
In der Augenklinik lassen sich die Verbesserungen durch das Konzept vor allem auf zeitsparende neue Reinigungsmethoden zurückführen. Allen voran die manuelle Schaumreinigung für Sanitäranlagen und Oberflächen. Ljubica Krizan ist begeistert vom effizienten Zusammenspiel zwischen dem schäumbaren Unterhaltsreiniger Alcosal und den methodischen Vorteilen: «Beim Schäumen muss ich nicht nachtrocknen, entferne Fingerabdrücke mit einem Wisch und muss keinen schweren Wassereimer herumschleppen.» Des Weiteren schätzt sie es, dass die Anzahl der Reinigungsmittel auf wenige, polyvalent einsetzbare Mittel beschränkt wurde: «Drei Reinigungsmittel und ein Sanitärgrundreiniger reichen aus, um alles zu reinigen. Inklusive der Fenster», berichtet die Reinigungsverantwortliche zufrieden.

Patienten sind in guten Händen
Auch die technische Operationsfachfrau Xenia Pozar honoriert die neuen Reinigungsabläufe: «Durch die verbesserte Reinigungs- und Desinfektionsleistung erhalten auch wir OP-Mitarbeitenden mehr Sicherheit bei der Arbeit, weil wir wissen, dass die Hygiene-Bestimmungen in jedem Fall eingehalten werden. Für mich ist es von unschätzbarem Wert, dass ich sicher sein kann, dass meine Patienten in guten Händen sind.» Ihr sei sogar aufgefallen, dass die Patientinnen und Patienten länger zur Erholung hier verweilen – einfach, weil sie sich in den Räumen wohlfühlen würden.

Nach getaner Arbeit ist es für Ljubica Krizan an der Zeit, die OP-Tür zu schliessen, den Einwegkittel gegen Alltagskleidung einzutauschen, und die Praxis in Richtung Zürichsee zu verlassen.

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Über die Klinik Züriseh AG
Die Klinik Züriseh AG ist eine private Spezialklinik für ambulante Augeneingriffe. Spezialisiert ist sie auf Operationen des Grauen und Grünen Stars, Lid- und Hornhautoperationen sowie intravitreale Injektionen (operative Medikamentenabgabe ins Auge). Erweitert werden die medizinischen Leistungen durch die angegliederte Augenpraxis, die das gesamte Spektrum der Augenheilkunde abdeckt.